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FrauenArt – Mikro- und Makrokosmos im Atelier von Silke Albrecht

Es ist bereits dunkel, als hinter der großen Glastür des Ateliers von Silke Albrecht die ersten Gäste des Abends auftauchen. Der Eingang ist ein wenig versteckt, da er sich hinter dem Haus 56 auf der Engerstr. in Düsseldorf-Flingern befindet. Damit die Damen den Weg trotzdem ohne große Umwege finden hat die Veranstalterin des Abends, Agnieszka Mese, Pfeile in Rot und Rosa – passend zu den wesentlichen Farben der an diesem Abend präsentierten Bilder – mit Kreide auf den Boden gemalt. Leider sind sie wenig in der Dunkelheit sichtbar. Folglich empfängt Herr Mese – der Mann im Hintergrund der FrauenArt-Abende – die Damen bereits auf dem großen Douglas-Parkplatz neben dem Haus und weist ihnen weiter den Weg zu den Kunsträumen.
Hier werden sie von Agnieszka Mese und der Künstlerin des Abends Silke Albrecht bereits freudig mit einem Gläschen Beeren-Sekt willkommen geheißen. Nun können die Damen ihre Mäntel ablegen, auf der Couch verschnaufen und sich auf der Empore bereits ein wenig umschauen.
Es ist inzwischen die dritte FrauenArt. Die Gespräche beginnen schon in der Tür. Einige der Damen kennen sich bereits von den vorigen Treffen. Andere wiederum sehen sich nach Jahren wieder, ohne gewusst zu haben, dass sie sich heute bei FrauenArt begegnen würden.
Folglich ist die Stimmung ungeniert. Jede der Damen ist herzlich willkommen und durch das “Du” schnell in den Kreis integriert. Mit ein paar Flaschen Wasser und Sekt als erfrischenden Nachschub begeben sie sich gemeinsam gegen 19 Uhr die schmale Holztreppe, die an einer großen Mauer entlang verläuft, auf die untere Etage.
Hier hat die Künstlerin genug Platz, um schöpferisch tätig zu sein. Unter der Galerie hat sie ihre bereits fertigen Werke gelagert. Daneben steht der Rollcontainer mit ihren Farben. Der Boden weist viele bunte Farbspuren vergangener Tage auf. Ein Erkennungsmerkmal vieler Ateliers. Wobei je nach ursprünglichen Belag und Arbeitsweise der Künstlerin/des Künstlers der Boden in seiner Gesamtwirkung schon variiert. Bei Silke Albrecht besteht er aus mit Farbe beklecksten Holzdielen. Höchst wahrscheinlich durch ihre Schüttungen entstanden.
Umrandet von großformatigen Werken, meistens aus mehreren einzelnen Teilen bestehend und überwiegend 2019 gemalt, lauscht die kleine Gruppe von ca. zwanzig Damen den Worten von Silke Albrecht. Authentisch und offen lässt sie uns in die unterschiedlichen Bereiche ihres Daseins als Künstlerin blicken: Sie erzählt von den Themen, die sie im Moment stark beschäftigen und so den Ausdruck in ihrer Kunst finden. Sie verrät uns, woher sie die Inspirationen, Impulse und/oder Ideen für ihre Kunstwerke findet. Sie erinnert sich an die Akademiezeit und wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass sie von der Kunstakademie in Münster nach Düsseldorf gewchselt hat, um bei Andreas Gursky zu studieren.
Seitdem arbeitet und lebt sie in Düsseldorf. Gern zieht sie sich in ihr Atelier zurück, um stundenlang ihre Werke entstehen zu lassen. Dabei genießt sie die Isolation, so dass die große Eingangs-Glas-Tür ein schwerer, weißer Vorhang schmückt, den sie bei Bedarf einfach zuziehen kann, ohne das Licht zu sehr zu verfälschen und doch auf sich und ihr Schaffen vollkommen konzentriert zu sein.
Besuch hat sie eher selten, aber wenn, dann gern auch von Künstler-KollegInnen, die auch mal kritisch das eigene Werk bestaunen. Für die FrauenArt hat die Künstlerin die Wände wieder mal weiß gestrichen. Auf diese Weise wirken ihre großen und bunten Arbeiten besser als auf buntem Hintergrund. Diese “neutralen” und von der Farbe noch unberührten Wände lassen Sie jedoch auch zur Ruhe kommen und vereinfachen die Konzentration auf die Werke, die noch entstehen dürfen.
Wie es weiter geht und ob das ein oder andere Werk so gut gefällt, dass es bald auch die eigenen Räumlichkeiten schmücken darf, besprechen die Kunstliebhaberinnen in Einzelgesprächen mit der Künstlerin oder unter sich.
Da ab 20 Uhr bei dem in der Nähe vor ein paar Monaten neu Eröffnetem Restaurant Hanz und Franz ein Bereich für die Damen reserviert ist, verlassen sie kurz nach acht das Atelier. Der rege Austausch geht weiter. Nun ergänzt das Kunstthema auch das Leben selbst, das durch das köstliche Essen, den leckeren Wein und die aufmerksame Bedienung in dem Laden auf der Hoffeldstr. 37, mehr als spürbar ist.

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Sie wollen bei der nächsten FrauenArt auch dabei sein? Gern.
Tragen Sie sich einfach in den Verteiler ein, so verpassen Sie keine Veranstaltung mehr.
Mehr über die Künstlerin des Abends lesen Sie hier: Silke Albrecht.

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