Katalog_ArtConsultingMese_Nr.3_Savan

Anna Tatarczyk

In den Raute-Bildern von Anna Tatarczyk wirken manche der Farben sogar lasierend und vermitteln uns den Eindruck ein weißer Schleier liegt über der Raute. Tut er aber nicht. Es ist das Ergebnis der genauen Farbmischung. Zusätzlich teilt die Künstlerin diese unterschiedlichen Farbnuancen in verschiedene geometrische, von einander immer scharf getrennte Formen. Dadurch sehen wir Formen die zusammen spielen, sich überlappen oder stark voneinander getrennt sind. Es entstehen Ebenen und geometrischen Figuren innerhalb der verschiedenen Formen selbst und unsere Wahrnehmung bekommt immer wieder einen neuen Reiz, der immer wieder zwischen Zwei- und Dreidimensionalität kippt.

(c) Ania Holthausen - Agnieszka Mese

Wird Kunst von Frauen immer noch unterschätzt?

Am 8. März 2020 – Weltfrauentag – wurde die Kunstexpertin Agnieszka Mese von der Deutschen Welle interviewt zum Thema: Wird Kunst von Frauen immer noch unterschätzt? Seit Anfang 2019 organisiert sie die FrauenArt, wo Künstlerinnen eine Möglichkeit bekommen ihre Kunst direkt in einem offenen Dialog einem interessierten Publikum vorzustellen – wenn möglich, unmittelbar in ihrem Atelier.


Der Grund: In den meisten Galerien werden immer noch mehr Künstler als Künstlerinnen ausgestellt. Die Kunstwerke von Männern werden bei Auktionen um mehr als das doppelte verkauft. Zwar erfreuen sich Künstlerinnen gerade eines großen Interesses an ihrer Kunst, aber ist das nur ein Trend oder hält sich diese Wende in der Kunstszene?

(c) Silke Albrecht, Detail des Bildes "Ohne Titel (Salon 3)", 2019

Silke Albrecht

Die Kraft, die Silke Albrecht antreibt, sich jeden Tag mehrere Stunden in ihrem kühlen Atelier zu Klängen von New Age Musik der 70er Jahre ihrer Kunst zu widmen ist, in ihren Werken den Kontrast und gleichzeitig die Symbiose des Einzelnen mit dem Ganzen auszudrücken. In ihren aktuellen Arbeiten begegnen wir unterschiedlichen Schöpfungswelten, die sich wiederum aus einzelnen Mikrokosmen zusammen setzten. Oft weisen auch die Titel der Bilder auf diese visuellen Darstellungen von Brüchen und Entstehungsprozessen hin, wie z.B. “rupture” (= Riss, Bruch) oder “sediments” (=Ablagerungen).

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