(c) Ania Holthausen - Agnieszka Mese

Wird Kunst von Frauen immer noch unterschätzt?

Am 8. März 2020 – Weltfrauentag – wurde die Kunstexpertin Agnieszka Mese von der Deutschen Welle interviewt zum Thema: Wird Kunst von Frauen immer noch unterschätzt? Seit Anfang 2019 organisiert sie die FrauenArt, wo Künstlerinnen eine Möglichkeit bekommen ihre Kunst direkt in einem offenen Dialog einem interessierten Publikum vorzustellen – wenn möglich, unmittelbar in ihrem Atelier.


Der Grund: In den meisten Galerien werden immer noch mehr Künstler als Künstlerinnen ausgestellt. Die Kunstwerke von Männern werden bei Auktionen um mehr als das doppelte verkauft. Zwar erfreuen sich Künstlerinnen gerade eines großen Interesses an ihrer Kunst, aber ist das nur ein Trend oder hält sich diese Wende in der Kunstszene?

FrauenArt – Auftaktveranstaltung

Über eine Stunde findet das Gespräch in der Gruppe statt. Es wird gelacht, applaudiert. Von einer Werkpräsentation zu anderen bewegen wir uns weiter. Dabei wechseln wir immer wieder die Perspektive und lernen neue mögliche Entstehungsprozesse und Herangehensweisen an die Kunst kennen, die auch Berührungspunkte haben, meistens jedoch sehr individuell/eigensinnig sind.

Besonders deutlich wird dies gerade durch die unmittelbaren Aussagen und persönliche Einblicke in die “Ateliers” der drei Künstlerinnen. Die Körpersprache spricht dabei Bände. Abwechselnd erzählen sie vor ihren Werken, was sie inspiriert, wie ihre Schaffensprozesse aussehen und was ihre Visionen sind.